Ein Experten-Ratgeber vom Pfotenportal-Team | Aktualisiert am: 10. Juni 2026

Endlich Sommer! Was gibt es Schöneres, als mit dem eigenen Vierbeiner an den See zu fahren, Stöckchen aus dem Wasser zu holen und die Sonne zu genießen?
Doch genau hier lauern Gefahren, die viele Hundehalter massiv unterschätzen. Vergiss für einen Moment den heißen Asphalt – in diesem Artikel zeigen wir dir aus unserer 25-jährigen Praxis-Erfahrung, welche 3 unsichtbaren Gefahren am und im Wasser lauern und wie du im Notfall sofort richtig handelst.
1. Die Wasservergiftung (Hyperhydratation)
Viele denken: „Mein Hund trinkt am See, das ist doch super bei der Hitze!“ Falsch. Wenn dein Hund beim Apportieren von Bällen oder beim Toben im Wasser ständig große Mengen Wasser schluckt, kann es zu einer lebensgefährlichen Wasservergiftung kommen.
Das überschüssige Wasser spült die Elektrolyte (besonders Natrium) aus dem Körper. Die Folge: Die Zellen schwellen an – auch im Gehirn!
Die Alarm-Signale einer Wasservergiftung:
Extrem aufgeblähter, harter Bauch
Wässriges Erbrechen und starker Speichelfluss
Taumelnder Gang und Koordinationsstörungen (der Hund wirkt fast „betrunken“)
Zittern, Muskelkrämpfe und im schlimmsten Fall Bewusstlosigkeit
Erste Hilfe: Brich das Spielen im Wasser sofort ab, wenn du merkst, dass dein Hund viel Wasser schluckt. Bei den kleinsten Symptomen: Zögere nicht und fahre sofort zum Tierarzt!
2. Blaualgen: Die tödliche Brühe
Wenn das Wasser im Hochsommer warm wird und sich grünliche, trübe Schlieren auf der Oberfläche bilden, herrscht absolute Lebensgefahr! Blaualgen (Cyanobakterien) produzieren hochgiftige Toxine. Schon wenige Schlucke von diesem Wasser oder das Ablecken des nassen Fells können für Hunde absolut tödlich sein.
Warnsignale für Blaualgen (am Gewässer & beim Hund):
Im Wasser: Grüner oder bläulicher Teppich/Schlieren auf der Wasseroberfläche, muffiger Geruch.
Beim Hund (treten oft schon nach 15-30 Minuten auf): Starkes Hecheln, blutiger Durchfall, massives Erbrechen.
Extreme Schwäche, Atemnot und Schockzustand.
Jinas & Buddys Praxis-Tipp: „Wuff! Wir lassen Buddy und Jina an heißen Tagen niemals in stehende, kleine Gewässer oder trübe Seen. Wir weichen immer auf fließende, klare Bäche oder offizielle, geprüfte Badeseen aus.“
3. Die Grannen-Gefahr am Uferrand
Am Weg zum kühlen Nass führt der Weg oft durch hohes, trockenes Schilf oder Gras. Hier lauern Grannen (die harten, borstigen Pflanzenteile von Getreide und Gräsern). Durch ihre feinen Widerhaken wandern sie immer tiefer in die Haut – besonders gefährlich sind sie zwischen den Zehen, in den Ohren oder in der Nase.
Die Alarm-Signale für einen Grannen-Einstich:
Plötzliches, extremes Humpeln nach dem Spaziergang
Ständiges, fanatisches Lecken oder Knabbern zwischen den Zehen
Hektisches Kopfschütteln oder ständiges Kratzen am Ohr
Plötzliche, ununterbrochene Niesattacken (wenn die Granne in der Nase steckt)
Die eiserne Regel: Nach jedem Spaziergang am See oder durchs hohe Feld gilt: Pfoten, Achseln und Ohren penibel abtasten!
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Pass gut auf deine Fellnase auf und genießt den Sommer sicher!
Dein Pfotenportal-Team,
Yvonne, Manuel, Buddy & Jina






